Bad Wildungen. Auf Einladung des Zweckverbandes Evangelischer Kindertagesstätten im Kirchenkreis Eder durch Pfarrer Hubertus Marpe hat ein Austausch mit der heimischen Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer und Staatssekretärin Manuela Strube(beide SPD) aus dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales mit der mit einigen Leitungen der Kindertageseinrichtungen aus Waldeck-Frankenberg in Bad Wildungen stattgefunden. Dabei stand die aktuelle Situation in den Kitas sowie die zukünftige Unterstützung des Landes im Mittelpunkt. Das Gespräch bot Raum für einen offenen Austausch über Herausforderungen im Alltag der Einrichtungen, über Fachkräftegewinnung, pädagogische Arbeit und die Rahmenbedingungen frühkindlicher Bildung. Sommer dankte den Kita-Leitungen ausdrücklich für ihre Arbeit: „Die Arbeit in unseren Kitas ist von unschätzbarem Wert für Kinder, Familien und unsere gesamte Gesellschaft. Sie leisten jeden Tag mit großem Engagement, Fachwissen und Herz eine enorm wichtige Aufgabe. Mir ist es wichtig, im direkten Austausch zu hören, wo der Schuh drückt und wie wir als Politik bestmöglich unterstützen können.“
Auch Staatssekretärin Manuela Strube würdigte das Engagement der Fachkräfte: „Kitas sind zentrale Bildungsorte. Die Fachkräfte leisten dort täglich hervorragende Arbeit und legen den Grundstein für die Bildungsbiografien der Kinder. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Respekt. Gleichzeitig wissen wir, dass gute frühkindliche Bildung auch gute Rahmenbedingungen braucht.“ Ein wichtiger Punkt des Treffens war das neue Darlehens-Sonderprogramm des Landes Hessen für den Ausbau und die Sanierung von Kindertageseinrichtungen. Mit einem Volumen von 100 Millionen Euro stellt das Land Kommunen künftig zinsvergünstigte Darlehen zur Verfügung, um Neubauten, Erweiterungen oder Sanierungen von Kitas zu ermöglichen. „Mit diesem Programm unterstützen wir Kommunen und freie Träger ganz konkret beim Ausbau der Infrastruktur. Gute Bildung, gute Betreuung und gute Gebäude gehören zusammen – das sind die drei B unserer Kita-Strategie: Bildung, Betreuung und Bauen“, erklärte Staatssekretärin Strube.
Die Darlehen sollen zu etwa halbiertem Marktzins vergeben werden. Pro Maßnahme können bis zu 2,5 Millionen Euro beantragt werden, damit möglichst viele Kommunen und Träger in Hessen profitieren. Die Abwicklung erfolgt über die WI-Bank, erste Auszahlungen sind ab September 2026 vorgesehen. Daniela Sommer betonte die Bedeutung der Investitionen auch für die Region: „Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, Kita-Plätze auszubauen oder Gebäude zu modernisieren. Das neue Programm ist eine wichtige Unterstützung, um diese Investitionen zu stemmen. Gute Räumlichkeiten sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder sich gut entwickeln können und Fachkräfte gute Arbeitsbedingungen haben.“

















